„Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium…“
schrieb Schiller 1785 in Leipzig.
Elysium? In der griechischen Mythologie die „Insel der Seligen“.

8 Gedanken zu “

  1. christahartwig

    Das musste unser Schulchor mal singen, und ich weiß nicht mehr, ob man uns damals erklärt hat, was oder wo Elysium ist. Es war 1959 (Schillers 200. Geburtstag), ich war elf und Elysium interessierte mich eher wenig. Ich war froh, als ich meine vier Strophen der Bürgschaft fehlerfrei aufgesagt hatte. Am Rande wunderte ich mich vielleicht über die schönen Götterfunken, die sich angeblich freuten. Man hört das Komma ja nicht.
    Das Lustige an „Freude, schöner Götterfunken“ ist aber das deutsche Einheitsversmaß. Man kann das Lied nach der gleichen Melodie singen wie „Einigkeit und Recht und Freiheit“ (und natürlich umgekehrt).

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    • Kannst Du es heute noch auswendig? Ich muss zugeben, dass ich den Wortlaut der ersten Strophe kenne, aber danach sieht’s dünn aus…

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      • christahartwig

        Mein Part fing an:
        „Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
        Und liefert sich aus dem Tyrannen; …“
        und ging bis:
        „… Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
        So muß der Freund mir erbleichen.“
        Ich gebe zu, in der 7. Strophe vergesse ich immer die 5. Zeile, merke dann, dass etwas nicht stimmt 😀
        Am besten erinnere ich mich, dass meine Freundin und ich nach dem Unterricht immer auf einen neu gebauten Spielplatz gingen, und auf der Wippe unsere Strophen übten. Wer an der Reihe war, musste oben „verhungern“, bis er seinen Text richtig aufgesagt hatte.

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      • Müssen Schüler heutzutage auch noch Gedichte auswendig lernen? Ich erinnere mich an die Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ (Fontane) – die ist echt lang und die mussten wir lernen…

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      • christahartwig

        Na klar, haben wir den Ribbeck auch gelernt, und ich war begeistert, als ich entdeckte, dass es auch heute noch einen Herrn von Ribbeck im Havelland gibt (und er Birnenschnaps brennt!). – Ich denke, heute ist das mit dem Auswendiglernen sehr zurückgegangen, und ich finde es bedauerlich, denn es ist ein gutes Training fürs Gehirn. Dass die höhere Mathematik, die man den Kindern heute schon so frühzeitig eintrichtert, viel nützt, bezweifle ich, denn die meisten von ihnen haben mit dem einfachsten Kopfrechnen Schwierigkeiten. Woran das wohl liegt?

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      • Ja, die Lehrpläne sehen heutzutage anders aus. Manches ist sicherlich gut gemeint und sorgfältig durchdacht, aber an vielen Schülern prallt es ab. Auswendig-Lernen und Kopfrechnen gelten als wohl überholt, aber ich denke, dass es Schülern weiterhilft.

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  2. Ich hab den Götterfunken vergangenen Sommer jeden Sonntag auf dem Gendarmenmarkt in Berlin gesungen (für Pulse of Europe). Nach und nach wurde mir klar: Das ist ein Sauflied auf höchstem Niveau. Und in Leipzig war ich dem Elysium schon ein paar Mal ziemlich nahe.

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